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FAQ - Fragen und Antworten

Fragen und Antworten zum Magnetfischen

Inhaltsverzeichnis

Was ist Magnetfischen oder Magnetangeln?

Das Magnetfischen / Magnetangeln hat sich, Ă€hnlich wie das Geocaching, zu einem veritablen Sport entwickelt. Es geht dabei darum, metallische GegenstĂ€nde mit Hilfe von Bergemagneten aus BrunnenschĂ€chten, FlĂŒssen, Seen etc. zu bergen. Kunden haben mit unseren Magneten schon uralte Kanonenkugeln, aber auch rostige FahrrĂ€der, NĂ€gel und vieles mehr zutage befördert.
Und genau das macht den Reiz beim Magnetfischen aus: Man weiß nie genau, was man als NĂ€chstes am Magneten aus dem Wasser zieht.
So einfach, wie sich das alles anhört, ist es dann aber doch nicht. Man kann nicht einfach einen beliebigen Magneten kaufen, diesen in das nĂ€chste GewĂ€sser werfen und denken so den großen Fund zu machen.
Es gibt diverse Dinge zu beachten. Im Folgenden werden wir Ihnen die wichtigsten Informationen zum Thema Magnetfischen zusammenstellen und auch auf mögliche Gefahren eingehen, damit Ihr nÀchster Ausflug mit der Magnetangel maximale Erfolge und höchste Sicherheit garantiert.

Welche Magnete verwende ich zum Magnetfischen?

Auf der Suche nach dem richtigen Magneten zum Magnetangeln stĂ¶ĂŸt man auf unterschiedliche Bezeichnungen. Die hĂ€ufigste Bezeichnung ist Berge- oder Angelmagnet. Man findet aber auch Namen wie Schatzsuchermagnet, Fischmagnet, Suchmagnet, Senkmagnet, Tauchmagnet oder Schleppmagnet. Der Unterschied zwischen diesen Magneten ist ganz einfach erklĂ€rt: Jeder Magnetfischer nennt seinen Angelmagneten so, wie er es fĂŒr richtig hĂ€lt. Anhand der Bezeichnung lĂ€sst sich also nur schwer ein Unterschied festmachen. Aber trotzdem gibt es einige Merkmale, auf die man beim Kauf des richtigen Magneten zum Magnetfischen achten kann:

Schatzsucher
Schatzsucher
Ähnlich wie ein Stabgreifer hat diese Art Bergemagnet einen lĂ€nglichen Topf um den Magneten herum. Man kann diese Magnete oft als Set mit Seil und Öse kaufen. Sie besitzen eine ausreichend große Haftkraft, um mit dem Magnetfischen zu beginnen und sind eher gĂŒnstig in der Anschaffung.
Durch den langen Topf um den Magneten herum lĂ€sst sich dieser gut am Boden des GewĂ€ssers entlang ziehen, ohne dass der Magnet nach oben kippt und keine Magnetkraft mehr zum Boden geneigt ist. Außerdem wird durch die abgerundeten Kanten ein FesthĂ€ngen des Magnets minimiert.
FĂŒr Einsteiger empfehlen wir beispielsweise unsere Schatzsucher-Magnete mit 30 kg oder 45 kg Haftkraft. Im Lieferumfang ist alles dabei, damit Sie direkt mit dem Magnetfischen loslegen können.
Bergemagnet
Bergemagnet



FĂŒr fortgeschrittene Magnetangler fĂŒhren wir drei starke Bergemagnete in unserem Sortiment. Diese weisen zwei HaftflĂ€chen auf, was die Chance auf einen guten Fang erhöht.
Ringmagnet
Ringmagnet

Auch Ringmagnete eignen sich fĂŒrs Magnetfischen. Diese haben den Vorteil, dass sie ringsum magnetisch sind und deshalb von allen Seiten ferromagnetische FundstĂŒcke anziehen können. Der rohe Magnet liegt hier aber frei, sodass man besonders gut darauf achten muss, dass er nirgendwo zu stark anschlĂ€gt. Es besteht sonst die Gefahr, dass der Magnet splittert oder komplett bricht.
Diese Art Magnet wird hÀufig auch als Schleppmagnet bezeichnet.
Topfmagnet
Topfmagnet


Topfmagnete mit Öse können ebenso zum Magnetfischen verwendet werden. Sie haben den Vorteil, dass sie hohe Magnetkraft besitzen und so auch grĂ¶ĂŸere SchĂ€tze geborgen werden können. Der Nachteil ist, dass der Magnet, wenn er ĂŒber den Boden des GewĂ€ssers gezogen wird, kippt und nach oben zeigt. Somit kann er nicht seine volle Kraft nach unten entfalten.
Wer es lieber etwas individueller mag, der kann sich seinen eigenen Angelmagneten zusammenstellen. Mit unseren Topfmagneten haben Sie dazu eine ideale Basis. In unserem Online-Shop finden Sie außerdem Zubehör wie Ringschrauben, Karabiner oder Polypropylen-Seile.

Angelmagnete mit einer HaftflÀche:


Angelmagnete mit 2 HaftflÀchen:


Rundherum magnetisch:

Wie kann ich einen Bergemagneten selber bauen?

Material fĂŒr einen Angelmagneten
Material fĂŒr einen Angelmagneten
Einen Angelmagneten können Sie mit nur wenig Aufwand selbst bauen. Dazu benötigen Sie beispielsweise:
  • Einen Topfmagneten mit Senkbohrung, hier haben wir den CSN-60 verwendet
  • Eine Senkkopfschraube mit Innensechskant, Gewinde M8, GesamtlĂ€nge 30 mm
  • Eine Ringmutter, Innengewinde M8

Schieben Sie als erstes die Schraube durch die Bohrung des Topfmagneten. Nun mĂŒssen Sie nur noch die Ringmutter auf die Schraube drehen. Damit sich die Schraube wĂ€hrend dem Magnetfischen nicht versehentlich löst, empfiehlt sich die Verwendung eines Schraubensicherungsmittels wie beispielsweise Loctite.


Wem die Haftkraft eines einzelnen Magneten fĂŒrs Magnetfischen zu wenig ist, der kann mit etwas Geschick einen "leicht" grĂ¶ĂŸeren Bergemagneten bauen. Welches Material Sie benötigen und wie Sie dazu vorgehen mĂŒssen, haben wir im Kundenprojekt Magnetfischen in XL festgehalten. Wem das eine Nummer zu groß ist, der findet dort auch eine Anleitung zum Bau einer Magnetangel mit unserem stĂ€rksten Ringmagneten R-60-06-30-N.

Wie befestige ich das Seil am besten am Angelmagneten?

Es gibt viele gute Knoten, mit denen sich ein Seil am Angelmagneten befestigen lĂ€sst. Wichtig ist auf jeden Fall, dass der Knoten gut hĂ€lt. Es wĂ€re schließlich schade, wenn Ihr Magnet ohne Seil im GewĂ€sser baden geht.
Eine Möglichkeit ist der Palomar-Knoten, der in den nachfolgenden Bildern gezeigt wird. Der Knoten ist besonders bei Anglern beliebt, weil er ĂŒber eine hohe Knotenfestigkeit verfĂŒgt. Wie Sie das Seil auf diese Art an Ihrem Angelmagneten befestigen, zeigen wir in den nachfolgenden Bildern. Wer sich dazu gerne ein Video anschauen möchte, der wird in dieser Video-Anleitung fĂŒndig.
Schritt 1
Schritt 1
Schritt 2
Schritt 2
Schritt 3
Schritt 3
Schritt 4
Schritt 4

Auf was muss beim Seil geachtet werden?

Ein Kriterium, das Sie beim Kauf eines Seils zum Magnetfischen berĂŒcksichtigen sollten, ist die LĂ€nge. Ist das Seil zu kurz, kommen Sie in tieferen GewĂ€ssern vielleicht nicht bis an den Grund. Um zu verhindern, dass bei zu kurzen Seilen das Seil einfach zusammen mit dem Magnet verschwindet, empfehlen wir Ihnen, am Ende des Seils einen Karabiner sicher zu befestigen und diesen zum Beispiel am BrĂŒckengelĂ€nder oder einem Baum in der NĂ€he zu befestigen. Wir raten Ihnen davon ab, das Seil an der GĂŒrtelschlaufe Ihrer Hose oder um die HĂŒfte festzumachen, da die Gefahr besteht, dass Sie mitgerissen werden, wenn der Magnet sich verhakt.
Außerdem sollten Sie das Seil regelmĂ€ĂŸig auf Risse oder andere BeschĂ€digungen kontrollieren. Diese können zum Beispiel entstehen, wenn das Seil ĂŒber eine scharfe Kante gezogen wird. Auch Schmutz kann die Lebensdauer eines Seils verkĂŒrzen. Reinigen Sie deshalb Ihr Seil bei Bedarf mit klarem Wasser und ohne Zusatz von scharfen Reinigungsmitteln. Anschließend lassen Sie es einfach an der Luft trocknen, ohne direkte Sonneneinstrahlung oder zusĂ€tzliche WĂ€rmequelle. Diese können das Seil spröde machen. Achten Sie darauf, das Seil erst zu verstauen, wenn es richtig trocken ist.
Wenn Sie diese Hinweise befolgen, können Sie verhindern, dass Sie Ihren geliebten Magneten beim Magnetfischen verlieren, weil das Seil reißt.

Welche AusrĂŒstung braucht es außer einem Magneten und einem Seil noch zum Magnetfischen?

Außer einem Magneten und einem Seil empfehlen wir Ihnen, Ihre Grundausstattung zum Magnetfischen um folgende GegenstĂ€nde zu erweitern:
  • schnittfeste und wasserdichte Sicherheitshandschuhe
  • Aufbewahrungsmöglichkeit fĂŒr den Bergemagneten
  • BehĂ€lter fĂŒr gefundene GegenstĂ€nde, z. B. unsere Fundtasche
  • Tuch zum Abtrocknen des Magneten und Abwischen des Seils
  • weiteres Tuch, zum Abtrocknen und Saubermachen der HĂ€nde und der FundstĂŒcke
Weitere praktische Hilfsmittel fĂŒr Magnetangler sind:
  • Gummistiefel
  • Schwimmweste
  • Loctite, zum Sichern der Schrauben oder Muttern am Magnet
  • Wurfanker, zum einfacheren Bergen von FundstĂŒcken
  • Sonnen- und Insektenschutz

...

Wo ist Magnetfischen erlaubt und wo verboten?

In den meisten europĂ€ischen LĂ€ndern ist nicht abschließend geklĂ€rt, ob Magnetfischen erlaubt ist oder nicht. In Deutschland kommt hinzu, dass die Landesrechte der jeweiligen BundeslĂ€nder berĂŒcksichtigt werden mĂŒssen. Informieren Sie sich daher immer zuerst ĂŒber die rechtliche Situation in Ihrer Region, bevor Sie mit der Magnetangel losziehen. Im Zweifelsfall hilft eine Anfrage bei der lokalen Polizei oder der zustĂ€ndigen Denkmalschutzbehörde.
Beachten Sie zudem, dass nicht in allen GewĂ€ssern mit Magneten gefischt werden darf. Bei privaten GewĂ€ssern benötigen Sie beispielsweise die Erlaubnis vom EigentĂŒmer. Ebenfalls gilt es, beim Magnetfischen Natur- und Denkmalschutz einzuhalten.
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass diese Informationsseite nicht als Rechtsberatung dient und wir keinerlei Haftung fĂŒr die Richtigkeit und AktualitĂ€t der Angaben ĂŒbernehmen, da diese nicht von einem fachkundigen Anwalt ĂŒberprĂŒft wurden. Sie sind selbst fĂŒr Ihr Handeln verantwortlich und dafĂŒr gegebenenfalls Genehmigungen und Informationen einzuholen.

Welche Haftkraft sollte ein Bergemagnet haben?

Bitte beachten Sie: Die bei den Magneten angegebene Haftkraft ist die maximale Kraft bei idealen Bedingungen. Wenn der zu bergende Gegenstand lackiert oder bemalt ist, eine raue oder unebene OberflĂ€che hat oder nicht aus reinem Eisen besteht, benötigen Sie einen sehr starken Magneten (siehe spezielle FAQ zur Haftkraft). Dazu kommt der Wasserdruck, der viel höher liegt als der Luftdruck und beim Herausziehen ĂŒberwunden werden muss. Im Zweifelsfall sollten Sie daher zum Magnetfischen Magnete mit einer Haftkraft von mindestens 30 kg wĂ€hlen.
Sie können Bergemagnete mit ĂŒber 1.000 kg Haftkraft kaufen. Doch bitte machen Sie sich keine Illusionen, dass Sie mit diesen Magneten riesige und wertvolle SchĂ€tze bergen werden. Haftet solch ein kraftvoller Magnet mit voller AuflageflĂ€che an einem ferromagnetischen Gegenstand im Wasser, kann es passieren, dass Sie nicht in der Lage sind, diesen auch aus dem Wasser zu ziehen. Anschließend werden Sie außerdem MĂŒhe haben, den Magneten wieder vom Gegenstand lösen zu können. Bedenken Sie auch, zu welchen schweren Verletzungen es beispielsweise durch Quetschungen mit extrem starken Magneten kommen kann. Wir empfehlen Ihnen daher einen Magneten mit max. 400 kg Haftkraft zum Magnetfischen zu benutzen. Diese sind bereits stark genug, um Funde in bemerkenswerter GrĂ¶ĂŸe aus dem Wasser zu ziehen.

Wie transportiert und lagert man einen Bergemagneten sicher?

Magnete, die beim Magnetfischen zum Einsatz kommen, mĂŒssen sicher aufbewahrt werden. Bei einer derart starken Haftkraft kann es schnell vorkommen, dass sich diese Magnete beim Transport im Auto oder bei der unsachgemĂ€ĂŸen Aufbewahrung versehentlich mit einer ferromagnetischen OberflĂ€che verbinden.
Außerdem werden die Magnetstreifen auf Kreditkarten und EC-Karten durch Magnete dieser GrĂ¶ĂŸenordnung schnell entmagnetisiert und funktionieren danach nicht mehr. Achten Sie deshalb darauf, dass beim Magnetfischen Ihr Portemonnaie nicht in die NĂ€he dieser Magnete kommt. Besonders vorsichtig sollten zudem Leute mit Herzschrittmachern und / oder HörgerĂ€ten sein. Genauere Informationen finden Sie in unserer FAQ zum Thema SicherheitsabstĂ€nde.
Deshalb gilt es, die Magnete bei Nichtgebrauch gut abzuschirmen. Zu diesem Zweck eignen sich beispielsweise Kunststoffkoffer, welche mit WĂŒrfelschaumstoff gefĂŒllt sind.
Achten Sie auch darauf, dass der Magnet trocken und sauber ist, bevor Sie ihn sicher verstauen. Es besteht sonst die Gefahr, dass er zu rosten beginnt oder im Verlauf der Zeit sogar seine Magnetisierung verliert.
Magnete zum Magnetfischen gehören nicht in die HĂ€nde von Kindern. Bewahren Sie Ihren Bergemagnet deshalb so auf, dass er fĂŒr Kinder unerreichbar ist.

Kann ein Bergemagnet rosten?

Falls Sie einen Neodym-Magneten öfters im Wasser einsetzen, wird er ohne Schutz im Laufe der Zeit zu rosten beginnen. Sie sollten den Magneten daher nach jedem Einsatz grĂŒndlich abtrocknen. Sie können den Magneten auch mit einem wasserfesten Lack behandeln, um ihn etwas zu schĂŒtzen.
Alternative: Unser stÀrkster Ferrit-Ringmagnet FE-R-100-60-20 ist rostbestÀndig - mit 16 kg Haftkraft können aber keine Wunder erwartet werden.

Wie schĂŒtze ich mich und andere beim Magnetfischen vor Verletzungen?

Magnetangeln hört sich im ersten Moment nicht sehr gefÀhrlich an. Doch auch bei diesem vermeintlich harmlosen Hobby lauern Gefahren. Die Haftkraft dieser Magnete ist sehr hoch und sollte nicht unterschÀtzt werden. Daher möchten wir Ihnen mögliche Gefahren aufzeigen und Tipps geben, wie Sie solche Situationen vermeiden können.

Magnet auswerfen:
Schon beim Auswerfen lauern erste Unfallgefahren. Man kann sich selbst oder andere mit dem Magneten treffen. Achten Sie daher immer darauf, dass sich keine Menschen oder Tiere im Wasser befinden, die Sie mit dem Magneten treffen können. Wenn Sie den Magneten von einer BrĂŒcke ins Wasser werfen, schauen Sie auch, dass nicht gerade ein Boot, Schwimmer oder anderer Wassersportler unter der BrĂŒcke hindurch kommt.
Werfen Sie den Magneten nicht an Stellen aus, an denen sich Tiere unter Wasser befinden können. Vor allem in der Laichzeit halten sich Fische oft am Boden auf, um zu laichen und könnten so vom Magneten verletzt werden. Auch Laichgebiete sollten Sie nicht zerstören, indem Sie den Magneten am GewÀsserboden entlangziehen.

Stolperfalle Seil:
Je lĂ€nger das Seil ist, desto grĂ¶ĂŸer ist die Gefahr, dass Sie oder ein vorbeigehender FußgĂ€nger ĂŒber das Seil stolpert oder Radfahrer und Skater stĂŒrzen, wenn sie darĂŒberfahren. Achten Sie deshalb beim Magnetfischen darauf, dass Sie den Teil des Seils, welcher nicht im Wasser ist, entweder aufgewickelt in der Hand behalten oder ihn so legen, dass niemand darĂŒber stĂŒrzen kann.

Quetschungen und Schnittwunden:
Je stĂ€rker die Haftkraft eines Magneten, desto grĂ¶ĂŸer die Verletzungsgefahr. Tragen Sie beim Magnetfischen deshalb immer Sicherheitshandschuhe. Am besten solche, die schnittfest, wasserdicht und waschbar sind. Es besteht zum einen die Gefahr, dass Sie sich zwischen Magnet und FundstĂŒck einklemmen, was zu schlimmen Quetschungen bis hin zu KnochenbrĂŒchen fĂŒhren kann.
Außerdem werden Sie immer wieder scharfe oder spitze GegenstĂ€nde wie rostige NĂ€gel oder scharfkantiges Metall aus dem Wasser ziehen. Mit Sicherheitshandschuhen können Sie Schnittwunden vermeiden, die sich durch den fauligen Schlamm, der oft am FundstĂŒck klebt, schnell entzĂŒnden und bis hin zur Blutvergiftung fĂŒhren können. Auch der Magnet selbst kann mit der Zeit scharfe Stellen aufweisen. Beispielsweise nach einem harten Schlag oder Aufprall, denn dies kann dazu fĂŒhren, dass der Magnet splittert.

Splittern und Zerbrechen des Magneten:
Wie bereits zuvor beschrieben, können Magnete brechen oder splittern. Beim Zusammenstoßen von starken Magneten und rauen MetallgegenstĂ€nden wird unweigerlich die Beschichtung der Magnete Schaden nehmen und eventuell sogar abplatzen. Da die Magnete sehr spröde sind, können sie bei heftigen Kollisionen auch zerbrechen. In Kombination mit der Rost-Problematik mĂŒssen Sie daher leider damit rechnen, die Angel-Magnete ab und zu ersetzen zu mĂŒssen.

Magnet löst sich vom Fang:
Ist Ihr Schatz zu schwer fĂŒr den Magneten, kann es passieren, dass er sich wĂ€hrend des Bergens löst. Wenn dies ruckartig geschieht, kann es sein, dass Sie das Gleichgewicht verlieren und nach hinten fallen. Je nachdem, was sich hinter Ihnen befindet, besteht die Möglichkeit, sich beim Sturz zu verletzen und ins Wasser zu fallen.

GefĂ€hrliche FundstĂŒcke:
Seien Sie Ă€ußerst vorsichtig in Gegenden, wo BlindgĂ€nger und sonstiges Kriegsmaterial vorkommen können! Sollten Sie beim Magnetfischen auf explosive GegenstĂ€nde oder Waffen stoßen, fassen Sie diese nicht an und verstĂ€ndigen Sie sofort die Polizei.
Am besten fixieren Sie das Seil vorsichtig an einer geeigneten Stelle, damit der Fund nicht explodiert oder wieder im Wasser verschwindet, entfernen sich genug weit vom Fundort (aber nicht zu weit, damit Sie andere Vorbeikommende warnen können) und warten bis die Polizei eintrifft.
Des Weiteren sind diese Funde so gefÀhrlich, weil sie durch die lange Zeit im Wasser Rost und Schmutz angesetzt haben und deshalb von unerfahrenen Personen nicht sofort als Kampfmittel identifiziert werden können.
Die Polizei muss auch verstĂ€ndigt werden, wenn Sie beim Magnetfischen offensichtliches Diebesgut finden. Dies können zum Beispiel Tresore oder FahrrĂ€der sein. Am besten wĂ€hlen Sie hierfĂŒr aber nicht den Notruf, sondern wenden sich an die nĂ€chste Polizeidienststelle, sofern es sich nicht um einen Gegenstand handelt, der gefĂ€hrlich ist.

Was kann ich tun, wenn der Magnet festhÀngt?

Es gibt verschiedene GrĂŒnde, warum sich Ihr Magnet beim Magnetfischen festsetzt und sich nur schwer oder gar nicht mehr lösen lĂ€sst. So können Sie versuchen, Ihren Angelmagneten zu retten:

Der Magnet hat sich wie ein Anker unter Steinen oder Wurzeln verklemmt:
Um den Magneten wieder zu befreien, Àndern Sie am besten Ihre Position. Gehen Sie zum Beispiel auf die andere Seite des GewÀssers, wenn dies die Distanz zum anderen Ufer zulÀsst und versuchen so in einem anderen Winkel zum Magneten am Seil zu ziehen.

Der Magnet hÀngt an einem Gegenstand fest, der zu schwer zum Bergen ist:
Am besten ziehen Sie nicht alleine los zum Magnetfischen. Sollte wirklich irgendwann ein so schwerer Gegenstand am Angelmagnet hÀngen, den Sie nicht alleine heben können, haben Sie immer jemanden dabei, der Ihnen helfen kann. Diese weitere Person oder weitere Personen haben idealerweise selbst Angelmagnete dabei.
Tipp: An aufsteigenden LuftblĂ€schen können Sie erkennen, dass der Magnet sich bzw. das FundstĂŒck vom Boden löst.

Der Magnet hat sich an einem BrĂŒckenpfeiler oder GelĂ€nder festgesetzt:
In diesem Fall können Sie sich die Verschiebekraft zu Nutze machen. Wenn es die UmstÀnde erlauben, versuchen Sie den Magneten seitlich vom GelÀnder oder Pfeiler wegzuziehen. Die die Verschiebekraft eines Magneten nur etwa 15% der Zugkraft ausmacht, haben Sie so eher die Chance, den Magneten wieder lösen zu können.
Wenn das Wasser flach genug ist, die Temperaturen es zulassen und Sie gegebenenfalls Wechselkleidung dabeihaben, können Sie auch versuchen, den Magneten von Hand zurĂŒckzuholen. Hierbei können Sie auch Werkzeug zum Einsatz bringen wie beispielsweise einen Keil, um den Magneten mittels Hebelwirkung zu lösen.
Wenn der Magnet nicht mehr gerettet werden kann, versuchen Sie, wenigstens das Seil zu retten. Am einfachsten geht dies, wenn Sie das Seil, bevor Sie Magnetfischen gehen, an einem Karabiner befestigen und diesen dann am Magneten. Aber auch hier muss der Magnet in Reichweite sein, sonst hilft nur, das Seil abzuschneiden.

Was mache ich mit den Sachen, die ich aus dem Wasser ziehe?

Je nachdem wo Sie Magnetangeln gehen, werden Sie schnell kleinere oder grĂ¶ĂŸere Funde machen. Doch was machen Sie mit den verrosteten NĂ€geln und Schrauben, den Kronkorken, der Fahrradfelge oder der rostigen Eisenstange? Sie dĂŒrfen diese GegenstĂ€nde nicht einfach liegen lassen oder wieder ins Wasser zurĂŒckwerfen. Alles was Sie finden und das keinen Wert hat, mĂŒssen Sie mitnehmen und richtig entsorgen, andernfalls drohen Bußen, weil Umweltverschmutzung strafbar ist.
Falls Sie wirklich einen Schatz finden, dĂŒrfen Sie diesen im Normalfall nicht behalten - beachten Sie die gesetzlichen Vorschriften!
In Deutschland gilt beispielsweise das Fundrecht, welches im BGB § 965 bis § 984 geregelt ist.
In Zusammenhang mit dem Magnetangeln werden auch immer wieder das Schatzregal und die Hadrianische Teilung erwÀhnt, die das Eigentum an der Fundsache gesetzlich regeln. In Deutschland gilt in den meisten BundeslÀndern das Schatzregal. Da wir keine Juristen sind, möchten wir Sie bitten, sich im Zweifelsfall sachkundigen Rat einzuholen.